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 * Crime: Crime ist ein Datenbanksystem, welches ähnlich einem Baukasten für viele Anwendungsfälle komfortabel angepasst und genutzt werden kann. Kernstück ist Crime-Standard, welches als Basis für alle Anwendungsfälle eingesetzt wird. Darüber hinaus
sind Module wie Crime-BAO (für Sonderlagen, Großschadenslagen, Terrorismusfälle), Crime-TÜ (für die Protokollierung und Auswertung der Kommunikationsüberwachung) und Crime-PAST (zur Unterstützung in Personenauskunftsstellen) Bestandteile von
Crime. Crime wurde seit 2003 zunächst in Hamburg und Hessen als Untersystem von POLAS entwickelt. Im weiteren Verlauf traten die Länder Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und das Zollkriminalamt als Großkunden der Pflegegemeinschaft Crime bei. Im Rahmen dieser Pflegegemeinschaft (PG) wird Crime weiterentwickelt, wofür ein Jahresbudget von 450.000 Euro zur Verfügung steht. Die übrigen Module werden von den Ländern in unterschiedlichen Ausprägungen eingesetzt.
 * Crime ist ein Datenbanksystem, welches ähnlich einem Baukasten für viele Anwendungsfälle komfortabel angepasst und genutzt werden kann. Kernstück ist Crime-Standard, welches als Basis für alle Anwendungsfälle eingesetzt wird. Darüber hinaus sind Module wie Crime-BAO (für Sonderlagen, Großschadenslagen, Terrorismusfälle), Crime-TÜ (für die Protokollierung und Auswertung der Kommunikationsüberwachung) und Crime-PAST (zur Unterstützung in Personenauskunftsstellen) Bestandteile von Crime. Crime wurde seit 2003 zunächst in Hamburg und Hessen als Untersystem von POLAS entwickelt. Im weiteren Verlauf traten die Länder Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und das Zollkriminalamt als Großkunden der Pflegegemeinschaft Crime bei. Im Rahmen dieser Pflegegemeinschaft (PG) wird Crime weiterentwickelt, wofür ein Jahresbudget von 450.000 Euro zur Verfügung steht. Die übrigen Module werden von den Ländern in unterschiedlichen Ausprägungen eingesetzt.

Gemeinsam genutzte Software

Ursprünglich hatten die Landespolizeien für ihre Nachweissysteme Eigenentwicklungen in Auftrag gegeben -- oder sie ließen ihre Daten im Wege der Auftragsdatenverarbeitung vom BKA mitverarbeiten. POLAS war dann Ende der 1990er Jahre eine erste Kooperation zwischen verschiedenen Landespolizeien.

Inzwischen sind etliche Hersteller auf den Plan getreten, die die Polizeien mit einer Art "Standardsoftware" zu versorgen versprichen. Diese Tendenz ist unter anderem deshalb beunruhigend, weil sich auf diese Weise ein Feature Creep, ein quasi marktwirtschaftlicher Zwang, Polizei-EDV mit immer neuen Funktionen auszustatten, ergeben hat.

So gibt es neben den klassischen Nachweissystemen, die elektronische Akte Vorgangsverwaltung und Fallbearbeitungs-Software zur Analyse.

Diese Seite versucht, einige der populäreren Softwarepakete aufzulisten.

Nachweissysteme

Software für Nachweissysteme

  • Das Softwaresystem POLAS wird von den meisten Ländern als Verdächtigenkartei inzwischen verwendet.

  • In Berlin wird Poliks verwendet (Poliks ist ein integriertes System, d.h. sowohl Nachweis als auch Vorgangverwaltung)

  • Bremen verwendet ISA-Web, welches wie Poliks auch eine Vorgangsbearbeitung beinhaltet

Vorgangsverwaltungen

Vorgangsverwaltungen dienen der gesamten Erfassung der täglichen Arbeit.

Fallbearbeitungen

Fallbearbeitungs-Software dient der Analyse von Daten mittels Data Mining zum vermeintlichen finden von Tätern.

  • rsCase ist ein Software-Paket zur "praktische[n] Arbeit im Bereich operativer Ermittlungen von Behörden" und unterstützt "vernetzte Fallbearbeitung, Auswertung und weltweites Incident Reporting" (Produktbeschreibung), das von rola Security Systems für verschiedene Landespolizeien und das BKA angepasst wurde. In Bayern heißt das entsprechende System z.B. EASY, in Schleswig Holstein Merlin und in NRW CASE. Auch wenn es gerne als Data Mining System angepriesen wird, sind die Fähigkeiten noch nicht besonders weitreichend. Das verkleinert die Problematik, die durch solche Programme entsteht, allerdings nicht. Da die Fehleranfälligkeit bei schlechter Programmierung noch größer ist. Laut Telepolis geht die Vergabepraxis für die Programme nicht besonders koscher ab. Rola bekommt anscheinend die meisten Ausfträge, weil sie gute Beziehungen zum BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter) pflegt und öffentliche Ausschreibungen aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Mehr zu rsCASE in einem ct-Artikel.

  • SPSS ist ein aufgebohrtes Statistik-Programm, welches von der Hessischen Polizei und vermutlich noch weiteren Ländern verwendet wird.

  • Crime ist ein Datenbanksystem, welches ähnlich einem Baukasten für viele Anwendungsfälle komfortabel angepasst und genutzt werden kann. Kernstück ist Crime-Standard, welches als Basis für alle Anwendungsfälle eingesetzt wird. Darüber hinaus sind Module wie Crime-BAO (für Sonderlagen, Großschadenslagen, Terrorismusfälle), Crime-TÜ (für die Protokollierung und Auswertung der Kommunikationsüberwachung) und Crime-PAST (zur Unterstützung in Personenauskunftsstellen) Bestandteile von Crime. Crime wurde seit 2003 zunächst in Hamburg und Hessen als Untersystem von POLAS entwickelt. Im weiteren Verlauf traten die Länder Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und das Zollkriminalamt als Großkunden der Pflegegemeinschaft Crime bei. Im Rahmen dieser Pflegegemeinschaft (PG) wird Crime weiterentwickelt, wofür ein Jahresbudget von 450.000 Euro zur Verfügung steht. Die übrigen Module werden von den Ländern in unterschiedlichen Ausprägungen eingesetzt.

Sexualstraftäterdateien

Viele Länder haben meist aus populistischen Gründen Datenbanken für entlassene ehemalige Sexualstraftäter eingeführt. Diese sehen vor, dass das relevante Umfeld auch außerhalb der Polizei zwecks Prävention informiert wird.

Dateien der Länder

  • Bayern verwendet laut Krimpedia HEADS, wobei die Datenbank von rola entwickelt wurde.

  • In Hessen heißt das lautKrimpedia Argus.

  • In NRW wird dieses unter dem Namen Kurs NRW betrieben

Weitere Programme der Länder: Krimpedia zu den Sexualstrafäterdateien der Bundesländer